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Defender: Sicherheitskäfige

Ein Sicherheitskäfig ist nicht etwa nur ein Stahlrohrgestell, das in den Defender hineingeschraubt wird. Ähnlich dem Aufbau einer Rennkarosserie im PKW, wo in die Rohkarosserie bis zu 40 Meter nahtlos gezogenes Stahlrohr höchster Güte integriert wird, steht hinter einem Sicherheitskäfig eine aufwendige Entwicklungsarbeit nach den Gesichtspunkten passiver Insassenschutz, Versteifung des gesamten Fahrzeugaufbaus zur Verbesserung der Fahreigenschaften sowie Unterstützung des Karosserieaufbaus und des Fahrgestells zur längeren Haltbarkeit. Der Defender hat einen genialen Aufbau: Das Fahrgestell ist solide und steif, die Leichtmetall-Karosserie ist leicht und verschraubt, um Verwindungen zuzulassen. Ein enorm langlebiges Konzept beim Einsatz des Fahrzeugs im Rahmen der vorgesehenen Belastungen. Sofern diese jedoch überschritten werden, z. B. beim Transportieren höherer Dachlasten, viel Pistenfahrt mit hoher Zuladung oder schneller Fahrt im Gelände, kann die übermäßige Verwindung des Aufbaus zu Schäden führen, das Fahrzeug wird "weich". Dem wirkt ein Sicherheitskäfig entgegen: Der gesamte Aufbau wird so versteift, dass kaum noch Karosserieverwindung auftritt. Dachlasten werden über den Käfig abgestützt und belasten die Karosserie nicht. Selbst Dauereinsatz mit viel Zuladung und Dachlast im Gelände kann dem Defender so nichts anhaben. Zudem bringt der oben beschriebene serienmäßige Aufbau zwar wegen des robusten Fahrgestells eine durchaus gute passive Sicherheit, jedoch gibt der obere Teil der Karosserie im Falle des Umstürzens des Fahrzeugs stark nach.


Anders mit dem Sicherheitskäfig: Die Grundform des Aufbaus bleibt auch beim Überschlag erhalten. Der Innenraum wird nicht verkleinert, ein optimaler Insassenschutz ist gegeben. Je nach Ausführung des Käfigs bleiben zumeist sogar die Frontscheibe und die Funktion der Türen erhalten, sodass z. B. eine Expedition oder Fernreise fortgesetzt werden kann. Insgesamt kann man sagen, dass durch den Aufbau eines Defender mit Sicherheitskäfig ein fast unbegrenzt haltbares Fahrzeug entsteht, das bei technischer Instandhaltung (Motor, Getriebe und andere Aggregate kann man wechseln, Beschädigungen an Chassis und Aufbau hingegen führen zum wirtschaftlichen Totalschaden) extrem lange auch härtesten Belastungen standhält. Dementsprechend ist allerdings der Einbau auch mit einem hohen Aufwand verbunden. Es ist keineswegs damit getan, einige Stahlrohre einzuschrauben. Kompetente Entwicklung, Präzision und saubere Verarbeitung sind eine wichtige Voraussetzung.


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